„Den Wandel begleiten – Identität gestalten“, das Motto subsumiert die Prämissen kommunaler und regionaler Museumsarbeit in den kommenden Jahren, vielleicht Jahrzehnten“, schrieben Friedrich Scheele und Andreas von Seggern im Jahre 2015 anlässlich des hundertjährigen Gründungsjubiläums über „das Stadtmuseum der Zukunft“ in Oldenburg. Schon damals war klar, dass das ursprünglich auf einer umfangreichen Kunstsammlung sowie zwei großbürgerlichen Villen des Museumsgründers Theodor Francksen aufbauende Stadtmuseum neu ausgerichtet werden sollte. 1968 war es durch den Anbau der Neuen Galerie zu einem Ort moderner Kunst geworden, war dann 1986 durch den Ankauf einer benachbarten Villa erweitert worden, bevor 1995 die Neue Galerie und die historischen Villen durch den Bau des sogenannten Hüppe-Saals miteinander verbunden worden waren. Fünf Jahre später war das Horst-Janssen-Museum eröffnet worden, dessen Eingang seitdem von beiden Museen genutzt wurde. Nach dem politischen Beschluss im Jahr 2015, ein neues Stadtmuseum zu errichten, startete das Vorhaben mit einer Fachtagung und einem partizipativen Stadtlabor, eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt und zwei Jahre später der architektonische Siegerentwurf für den Neubau des Museums prämiert. Nach einer längeren Vorlaufzeit wurde das alte Stadtmuseum 2021 geschlossen, die historischen Villen wurden für Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten geräumt, die Neue Galerie 2022 abgerissen und anschließend mit dem Neubau begonnen, der jetzt Anfang Juni 2026 offiziell eröffnet wurde. Die baulichen Veränderungen wurden öffentlichkeitswirksam begleitet von einem neuen Namenskürzel SMO (Stadtmuseum Oldenburg) und einem auffällig in Orange gehaltenen Corporate Design.
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